Zum Inhalt springen
HausbaumagazinPlanenFinanzierenBauenWohnen

Ratgeber für Bauherren in der Schweiz

Möbel

Badmöbel für das Haus frühzeitig einplanen

Welche Möbel ins Badezimmer gehören, worauf Sie bei Waschtisch und Waschbecken achten und wie sich auch kleine Bäder sinnvoll einrichten lassen.

badezimmermöbel weiss modern

Die Zeiten, in denen das Badezimmer in einer Wohnung oder einem Haus ausschliesslich als Funktionsbereich diente, sind längst vorbei. Heutzutage gilt das Bad als Wellnessbereich im eigenen Heim, und deswegen geht man bei der Einrichtung des Badezimmers mit ebenso viel Sorgfalt vor wie bei der Gestaltung der übrigen Räumlichkeiten vor. Für Badmöbel wird der vorhandene Raum allerdings durch die Flächen eingeschränkt, die von eingebauten Sanitärgegenständen wie Badewanne, Dusche, Waschbecken und WC belegt sind.

Badmöbel - Die wichtigsten Möbel für das Badezimmer

Ein Spiegel ist im Badezimmer ein Muss, denn es ist der Raum, in dem man sich badet, wäscht oder duscht und nach der Körperhygiene den Sitz der Frisur, die erfolgreiche Rasur oder die makellose Sauberkeit der Zähne kontrolliert. Wenn das Badezimmer genügend Stauraum bietet, reicht über dem Waschbecken ein einfacher Wandspiegel, ansonsten sind ein oder mehrere Spiegelschränke eine praktische Alternative, denn sie bieten nützlichen Stauraum für Hygiene- und Kosmetikartikel.

Spiegelschränke mit ansprechender Optik vereinen Funktionalität mit Ästhetik. Man hat Zahnbürste und Waschutensilien, Rasierer und Kosmetikartikel gleich zur Hand, wenn man sie braucht, gleichzeitig sorgen sie für Ordnung und setzen, insbesondere mit einer integrierten Beleuchtung, den Platz, an dem man sich zurechtmacht, gekonnt in Szene.

Viele Bäder werden schlicht in weiss eingerichtet

Schränke für Handtücher und Waschlappen

Auch im Bad gilt, dass man nie genug Stauraum haben kann, denn wenn Utensilien für die Körperhygiene überall im Bad verstreut herum liegen, wird sich nur schwer eine Wohlfühlatmosphäre entwickeln. Eventuell sollen auch Handtücher, Waschlappen und Gästetücher im Bad verstaut werden, und die hygienischste Art der Aufbewahrung bieten nun einmal geschlossene Schränke. Diese sind fürs Bad in den unterschiedlichsten Ausführungen erhältlich.

Waschtische und Waschbecken für das Badezimmer

Bei wandhängenden Waschbecken oder Waschtischen bietet sich der kombinierte Einbau mit einem Unterschrank an. Abgestimmt auf die Tiefe des Waschbeckens, verbirgt er die Installationsrohre und bietet viel praktischen Stauraum für alles, was man im Bad benötigt, aber nicht immer im Sichtfeld haben möchte. Das Gleiche gilt freilich auch für andere Schrankformen, zum Beispiel Hochschränke, die nicht viel Grundfläche einnehmen und dafür als schlanke Hünen einen reizvollen Akzent im Bad setzen.

Es gibt sie sowohl in vollkommen geschlossener Form wie auch mit teilweise offenen Regalfächern. Auch Hängeschränke sind eine praktische Alternative, wenn freie Wandflächen vorhanden sind. Hängeschränke haben den Vorteil, dass man unter ihnen bequem durchwischen kann, wenn es im Bad einmal etwas spritziger zugegangen ist, ohne dass auf dem Boden befindliche Feuchtigkeit in das Schrankinnere eindringen kann.

Die richtigen Badmöbel für jede Badezimmer Grösse

Welche Möbel man ausser Wandschränken und Regalen sonst noch im Bad braucht, hängt ganz von den persönlichen Gewohnheiten und natürlich vom Raumangebot ab. So wünscht sich manch einer vielleicht einen Hocker, auf dem er während des Badens oder Duschens seine Sachen ablegen oder wo man sich Bade- oder Handtücher zurechtlegen kann. Oder man legt Wert auf einen luftigen Wäschekorb, in dem man die getragene Wäsche bis zum nächsten Waschtag aufbewahren kann.

Badmöbel sind in vielerlei Ausfertigungen und Materialien erhältlich, einige Möbelhäuser bieten einheitliche Möbelserien an, aus denen man sich die passende Wohlfühl-Möblierung für das eigene Bad individuell zusammenstellen kann. Eine gute Quelle, um sich zu informieren und um sich inspirieren zu lassen, ist das Internet. Zahlreiche Hersteller stellen dort ihr Sortiment auf einschlägigen Portalen vor.

Linktipp:

Badplaner: https://www.richner.ch/Tipps-zur-Badplanung.20.0.html

Feuchtigkeit: worauf es im Bad ankommt

Kein anderer Raum belastet Möbel so stark. Beim Duschen entsteht Wasserdampf, der sich an kühleren Oberflächen niederschlägt - an Spiegeln, an Aussenwänden und an den Rückseiten von Schränken, wo er lange unbemerkt bleibt. Entscheidend ist deshalb weniger die Möbelqualität als die Frage, wie schnell die Feuchtigkeit wieder aus dem Raum kommt.

Ein Bad ohne Fenster braucht eine mechanische Entlüftung; das ist bei Neubauten und Sanierungen der Regelfall und in der Normenreihe SIA 382 geregelt. Läuft die Abluft nur während der Nutzung, reicht das oft nicht: Der Ventilator sollte nach dem Duschen nachlaufen, bis die Feuchtigkeit abtransportiert ist. Wo eine Komfortlüftung vorhanden ist, übernimmt sie diese Aufgabe dauerhaft - mehr dazu im Beitrag über die Wärmerückgewinnung.

Für die Möbelwahl folgt daraus:

  • Abstand zur Wand einplanen, damit die Rückwand belüftet bleibt
  • Hängende Montage statt Füssen - der Boden lässt sich darunter trocken wischen
  • Kanten vollflächig verschlossen, offene Spanplattenkanten quellen auf
  • Beschläge aus korrosionsbeständigem Material

Warum die Planung früh erfolgen muss

Waschtisch, Spiegelschrank und Steckdosen hängen an Anschlüssen, die im Rohbau festgelegt werden. Wer die Möbel erst nach dem Verputzen aussucht, richtet sich nach der Position der Leitungen statt umgekehrt. Das gilt besonders für Doppelwaschtische und für Beleuchtung, die in den Spiegelschrank integriert ist. Verwandte Themen behandeln die Beiträge über Fliesen mit Holzoptik und über Designermöbel.